Falknerei ist die Kunst mit Vögeln zu jagen und hatte ihren Ursprung vor über 4000 Jahren in den Steppen Mittelasiens. 2010 wurde die Falknerei für einige Länder in die Unesco-Weltliste des immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.

 

Heute hat die Falknerei ein teilweise große Bedeutung auf Flughäfen bei der Vertreibung von Vogelschwärmen. Auch wird die Zucht in Gefangenschaft heute dringend benötigt, da in der Mitte des letzten Jahrhunderts ein starker Bestandsrückgang, hervorgerufen durch das Insektizid DDT, festgestellt wurde.

 

Viele Falknereien haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Nutzen und die Schönheit der Vögel der Bevölkerung wieder näher zubringen.

 

Einige Menschen denken, dass die Falknerei eine Versklavung der Vögel ist. Um dem gegenüber zu treten sollte man sich vor Augen halten, dass die Greifvögel nicht domestiziert werden können. Nur wenn das Tier es will, kehrt er zur Hand des Falkners zurück.

Viel Geduld gehört zur Arbeit mit diesen wundervollen Vögeln. Das Tier muß zu seinem Falkner ein großes Maß an Vertrauen aufbauen und immer die Gewissheit haben, dass es eine Belohnung erhält, wenn es zu ihm zurückkehrt. Auch ist der Vogel nicht gezwungen zurück zu kommen, denn auch in Gefangenschaft geborene Greife sind sehr wohl in der Lage, sich außerhalb der Falknerei selbst zu versorgen.